Karl, so scheint es mir, war immer unterwegs. Auch wenn er gerade
in seinem Atelier arbeitete oder eine Skulptur aufbaute, waren die nächsten
Veranstaltungen und Ausstellungen mit Künstlerfreunden schon in seinem Kopf.
Indes beschränkte sich Karls Neugier nicht auf die Kunst und die damit
verbundenen Menschen. Er ließ sich auch auf eine scheinbar so kunstferne
Aktivität wie den Marathon ein. So wurde der Berlin Marathon 2000 zu meiner
schönsten Marathon Erinnerung – nicht wegen der Strecke, der Zuschauer oder der
erreichten Zeit, sondern weil Karl und Lisa mich als “Marathon-Paten” betreuten.
Das begann bei der laufgerechten Verpflegung (Lisa), führte über das Abholen der
Startunterlagen auf der Marathonmesse (Karl) zur Unterstützung im Zielbereich.
Während Karl mich zur Ausgabe der vorläufigen Finisher-Urkunde lotste, hatte
Lisa schon meinen Kleidersack abgeholt. Perfekt!